Wie aus einem Lebensweg eine Matrix wurde.
Auf der Startseite steht: Sechs Spezialisten in einem Kopf. Klingt nach Plan. Ist auch einer. Landwirtschaft, Bauingenieur, CAD in den USA, Zoobau neben dem Studium, zwölf Jahre Europa-Park mit gezieltem Aufbau einer Analyse-Matrix – nichts davon ist Zufall gewesen. Alles davon wurde gemacht. Wo sich eine Chance bot, wurde zugegriffen. Konsequent. Von Kind an.

01 — DER BODEN
Aufgewachsen im Zyklus der Landwirtschaft.
Bodenhaftung, Verantwortung – Felder und Weinberg bis heute im Besitz. Die väterlichen Gespräche über Bergbauplanung und Rekultivierung weckten die Ingenieurs-Neugierde. Beides zusammen: das Verständnis für Systeme – Zyklen, Abhängigkeiten, Ressourcen. Nichts davon lässt sich erzwingen, nur klug nutzen.
02 — DIE RICHTUNG
Architekt werden – der Traum.
Zeichnen, entwerfen, konstruieren, immer wieder verändern, immer optimieren – das war der Antrieb. Der Studiengang Architektur war ausgebucht, Bauingenieure wurden gesucht. Eine Tür ging auf, also wurde sie genommen – warten kam nicht in Frage. Die Adresse: Universität Karlsruhe – heute Karlsruher Institut für Technologie (KIT), eine der besten technischen Hochschulen Deutschlands.
Im Studium dann die Wendung zur Felsmechanik. Kontinuumsmechanik – vor der Prüfung hatten alle Angst. Für mich war es die spannendste Frage überhaupt: ein hochkomplexes System aus unzähligen Verknüpfungen. Was passiert, wenn ich an EINER Stellschraube drehe? Genau diese Frage stellt sich die Matrix heute – nur nicht mehr am Fels, sondern an einem Erlebnis.
03 — DAS WERKZEUG
Mit Plan in die USA.
Drei Monate Florida, um CAD zu lernen – zu einer Zeit, als das in Deutschland kaum jemand das Wort kannte. Zurück in Karlsruhe: einer der wenigen, die das Programm bis in die Tiefe verstanden.
04 — DIE DOPPELBELASTUNG
30–40 Stunden pro Woche – zusätzlich.
Parallel zum Hochschulstudium: Konzepte für die Zoos Krefeld, Leipzig, Halle, Hannover. Wildtierhaltung, Sicherheitsredundanz, Besucherführung – die Architektur-Ausbildung fand im Projekt statt, nicht im Hörsaal. Frühe Ideen: „Voice of Nature“, eine immersive Naturinszenierung. Mitten in der Natur – Geräusche, Gerüche, die Bewegung der Tiere spürbar. Auf Knopfdruck ein anderer Ort, ein anderes Erlebnis. Der erste Kontakt zu Mack Rides: die Idee „Arche Opterix“ – ein Fahrgeschäft, das schwimmen und fliegen können sollte.
05 — DIE MATRIX
Der Europa-Park klopfte an.
Eine Tür ging auf, der Zugriff war sofort. Zwölf Jahre, in denen praktisch jedes Format entstand: Themenbereiche, Gastronomie, Hotels, Infrastruktur. Erste Konzepte für die Parkentwicklung – etwa für das, was heute Teile der Western City sind – entstanden in dieser Zeit. Parallel: Entwicklung von Datengrundlagen. Die Idee: Besucherzahlen, Flächenbedarf, Infrastruktur in Verhältnis zu setzen, um bei jeder Neuplanung die Korrelationen abzuwägen. Das Prinzip ist heute die Basis der eigenen Matrix, mit der jedes Projekt entwickelt wird.
„Im Zoo sind die wilden Tiere definitiv hinter dem Zaun. Im Freizeitpark bin ich mir da nicht so sicher.“
Nach dem Bau des griechischen Themenbereichs gefragt, was einen Freizeitpark von einem Zoo unterscheidet. Der Witz hat einen ernsten Kern: Im Zoo schützt der Zaun die Besucher vor den Tieren. Im Park schützt er die Besucher – vor sich selbst.
JAN-PETER KELLER
06 — DER SPRUNG
Aus fünf Fäden ein Atelier.
E2010: Vier Jahre Zooplanung, zwölf Jahre Europa-Park, eine gewachsene Matrix. Daraus entsteht ein eigenes Atelier: die artEmotional GmbH, Ettenheim.
Einer der ersten Kunden: Lasa Marmo. Ein Consulting-Auftrag, der bis heute anhält. Das Thema: Naturstein – die Brücke zurück zur Felsmechanik aus dem Studium. Die Anfrage: internationale Projektsteuerung. Der Sprung vom nationalen zum internationalen Player – von Anfang an.
Das erste Gespräch
Ihr Anruf. Zehn Minuten nur Ihr Problem. Was daraus entstehen kann – der Beginn der Lösung.
Wer anruft, erreicht uns direkt. Kurz das Problem schildern, wir hören zu – mit voller Konzentration, echter Neugier – und geben ein ehrliches Feedback ob und wie wir gemeinsam weitergehen können.
+49 a 151 a 401 a 589 a 95